Poesie der Alltagstragik

"Ohne Proben nach oben": Johann König füllt den "Culture Club"

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Einen Abend mit Nichts füllen

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Fistelstimme mit Oral-Psychose

"Ohne Proben nach oben": Johann Köhnich

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Werkstadt "Ohne Proben nach oben". Trotz ...

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Heute ein Köhnich: Starker

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Der Köhnich der Komiker

Am 12. und 13. März gastierte Stand-Up Comedian Johann Köhnich mit seinem aktuellen Programm "Ohne Proben nach Oben" im Pantheon. Am Freitag war bonnaparte live vor Ort und hatte keine Wahl, als sich dem Wahnsinn des Köhnichs zu ergeben...

Bonn. (AS) Man war ja am Anfang skeptisch gewesen. Der Köhnich, mir nur bekannt in Form von 5-Minuten-Auftritten z.B. aus dem Quatsch Comedy Club, ist ja schon zum schreien, wenn er da so herrlich deplaziert auf der Bühne steht, erzählt aus seinem Leben, singt, tanzt und macht. Aber das jetzt zwei Stunden lang? Nutzt sich die Loser-Rolle des dilettantisch über seinen Alltag philosophierenden Poeten nicht doch nach einiger Zeit ab?
Die Antwort muß, wenn man es mit Köhnichs eigenen Worten sagen wollte "Och Nöö" lauten. Ich persönlich tendiere da eher zu einem energisch-begeisterten NEIN! Viel eher sah ich mich am Ende dazu versucht, um mehr zu betteln. Süß und verkorkst wirkt er. Einfach niedlich, wenn er da so auf der Bühne steht und in Anbetracht seiner Gags selber nicht ernst bleiben kann. Allerdings immer nur bis zu dem Moment, wo sich auf seinem Gesicht plötzlich dieses überlegene, ja fast dreckige Lächeln ausbreitet und jeder plötzlich weiß: Der hat es faustdick hinter den Ohren. Dabei scheint er nie berechnend, nie routiniert, hat eine Frische, die man mittlerweile bei gestandenen Comedy-Größen wie Mittermeier ein wenig vermißt.
Köhnich ist der König der Pausen. Das Publikum hat keine andere Wahl als an seinen Lippen zu hängen, wenn er mitten in einer seiner Geschichten kurz vor einem Gag inne hält, den Anschein erweckt, als suche er nach Worten, die einfach nicht aus ihm heraus wollen. Allein diese Pausen, in denen auch der Zuschauer die Luft anhält, wartet und irgendwann einfach nicht mehr anders kann, als loszuprusten, weil der kleine Mann auf der Bühne auch nach 20 Sekunden noch nicht geschafft hat, die Pointe preiszugeben, sind effektiver, als mancher Scherz, den sich Ingo Appelt mühsam abringt.
Johann Köhnich erzählt nun in seiner Show zwei (oder wie er behauptet, siebeneinhalb) Stunden, mit brüchiger Stimme aus dem Irrsinn (s)eines ganz normalen Lebens. Über seine Abenteuer im Mozart Krankenhaus, Preisausschreiben, die kostenlose Vorsorge Obduktionen verlosen, Depressionen in Hauseingängen, bei denen ihn eine blinde Taube wieder auf den rechten Weg brachte; über Milchbrötchenrechnungen und Sheng Fui. Er kämpft minutenlang mit dem Mikro, liest selbstverfaßte Gedichte vor ("Ich und Du ? wir drei"), gibt Trips und Kicks für?s Leben, erklärt, daß bei vielen Entscheidungen in seinem Leben eher sein Vater der Wunsch des Gedanken war und daß er Suizid ablehnt, weil sonst ja "mein ganzes Leben im Schnelldurchlauf an mir vorbeilaufen würde."

Ein echtes Highlight des Abends ist sicherlich die Zurschaustellung seiner "Oralpsychose mit meditativem Touch" oder wie Johann es nennt: "Mein schöner, leckerer Lolli". Spätestens an dieser Stelle glaubt man Köhnich kein Wort mehr, wenn er behautet: "Kein Thema inspiriert mich besonders. Was mich gar nicht inspiriert, ist Sex. Ich finde Sex langweilig."

Die köhnichliche Krönung des Abends sind zwischendurch seine Gesangseinlagen, bei denen er von Helmut Sanftenschneider, seinem "peruanischen Praktikanten", auf der Gitarre begleitet wird. Da wird "Über den Wolken" zu "Unter der Erde" und man muß nichts mehr sagen, wenn Johann anfängt zu tanzen und dabei behauptet: "Sie wissen ja: Wie ein Mann tanzt, so ist er auch im Bett."

Zu Anfang sagte Johann, daß sein Bruder Horst Kevin bei dieser Show die Regie übernommen hat und als geschwisterlichen Kommentar nur ein: "Hauptsache, es gefällt dir, Johann" übrig hatte. Recht hat er, aber auch dem Publikum gefiel, was Johann Köhnich da "zusammenstotterte". Was bleibt mir also anderes zu sagen, als: Einmal ein Köhnich, immer ein Köhnich! Und jetzt Johann: Tanz für mich!

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